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Medizinische Ursachen der Infertilität

Hodenerkrankungen

Erkrankungen der Hoden und Nebenhoden wie Entzündungen, Krampfadern oder die Stieldrehung des Hodens betreffen meist jüngere Männer und sind sehr ernst zu nehmen, da sie bei einer verspäteten Behandlung die Fruchtbarkeit beeinträchtigen können.

Störungen der Hormonproduktion

Hormone, im Konkreten das Hormon FSH, steuert die Produktion der Samenzellen im Hoden. Wird nun zu wenig von diesem Hormon produziert oder aber ist die Wirkung ungenügend, sollte eine Hormonbehandlung in Betracht gezogen werden.

Krampfadern am Hoden (Varikozele)

Varikozelen ist eine Krampfadernbildung im Bereich des Hoden und des Samenstranges. Ca 15% aller Männer haben dieses Problem. Unbehandelte Varikozelen sind eine häufige Ursache für männliche Unfruchtbarkeit, da sich durch den Blutstau im Hodensack die Temperatur im Hoden um 0,5–1C erhöht, was sich wiederum ungünstig auf auf die Samenzellproduktion auswirkt.  Bei 25–40% der unfruchtbaren Männer ist eine Varikozele als Ursache zu sehen.

Abwehrstoffe gegen Samenzellen

Da die Samenzellen erst relativ spät vom Körper das erste Mal produziert werden (während der Pubertät), kann es vorkommen, dass der Körper diese Samenzellen als fremd identifiziert und Antikörper (Abwehrstoffe) dagegen ausbildet. Diese Antikörper können die Chancen auf eine Schwangerschaft minimieren.

Störungen der Samenwege

Der Nebenhoden dient den Samenzellen als Ort der Reifung. Der Nebenhoden besteht aus einem zwei bis vier Meter langen Gangsystem, durch das die Spermien weitertransportiert werden. Bereits geringste Entzündungen können zu Verklebungen führen. Aufgrund dieser Störung des Spermientransports können sich die Samenzellen nicht mit der Samenzellflüssigkeit verbinden, im Ejakulat befinden sich zu wenige oder keine intakten Spermien.