Das Spermiogramm

Die Beurteilung des Spermiogramms unterliegt nicht nur einer großen patientenbezogenen, sondern auch untersucherbedingten Varianz. Deshalb sollten immer zumindest 2 Spermiogramme, wenn möglich im selben Labor, erstellt werden, um eine Verringerung der Laborvarianz zu erreichen. Der Patient sollte vor allem auch darüber informiert werden, dass vor dem ersten Spermiogramm eine Karenzzeit von 3 bis 5 Tagen erfolgen sollte.


Die Analyse

Neben der Beurteilung von pH-Wert, Ejakulatmenge, Dichte der Spermatozoen in Mio./ml sowie der 4 Motilitätsgrade (rasch vorwärts beweglich Grad A, vorwärts beweglich Grad B, beweglich Grad C und statisch Grad 4) und der Morphologie sollten auch Angaben über den Anteil an Leukozyten im Ejakulat, ev. Vorstufen von Spermatozoen, die Beurteilung des MAR-Testes (Mixed Antiglobuline Reaction) und der Vitalität angeschlossen sein. In Einzelfällen werden auch Spezialuntersuchungen wie Swim-up-Test, Schwelltest, Postkoitaltest etc.durchgeführt.

Angeschlossen an das Spermiogramm sollte auch eine Ejakulatkultur mit gleichzeitiger Berücksichtigung von ev. sexuell übertragbaren Erkrankungen (Chlamydien, Mykoplasmen) aus dem Ejakulat erfolgen.