Wichtige Begriffe kurz erklärt

Aminosäuren:

sind die kleinsten Baueinheiten von Eiweißen (Proteinen). Sie sind lebenswichtig für den menschlichen Organismus und zählen neben den Nukleinsäuren zu den Grundbausteinen des Lebens. Man unterscheidet zwischen essentiellen Aminosäuren, die mit der Nahrung aufgenommen werden, und nicht-essentiellen Aminosäuren, die vom Körper selbst produziert werden.

Antioxidantien:

Mikronährstoffe können unter anderem auch als Antioxidantien bezeichnet werden, sie schützen den Organismus vor aggressiven oxidierenden Stoffen, auch „freie Radikale“ genannt.

Asthenozoospermie:

Verminderung der Spermienbeweglichkeit um > 50%. Die Spermien sind entweder unbeweglich oder verlangsamt.
Azoospermie: Fehlen von reifen und unreifen Samenzellen im Ejakulat

Ejakulat:

Samenflüssigkeit, aus Spermien und dem Sekret von Prostata und Samenbläschen

Fertilität:

Fruchtbarkeit. Sie beginnt beim Mann mit der Pubertät und bleibt bis ins hohe Alter bestehen, wobei die Fruchtbarkeit mit zunehmendem Alter abnimmt. Bei der Frau beginnt sie mit der Menarche (erste Menstruationsblutung) und endet mit der Menopause. Mit zunehmendem Alter nehmen Spermienqualität und Zahl der Eizellen ab.

Infertilität:

Unfruchtbarkeit. Laut WHO gilt ein Paar als unfruchtbar, wenn nach “einem Jahr regelmäßigem ungeschütztem Geschlechtsverkehr” keine Empfängnis zustande kommt.

Makronährstoffe:

Leben benötigt Energie, und diese kann nur auf dem Weg der Verbrennung (Oxidation) hergestellt werden. Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Fette, Proteine), die mit der Nahrung aufgenommen werden, dienen als Energielieferanten bzw. Oxidationsmittel. Um eine moderate Oxidation zu ermöglichen, benötigt man Enzyme und Hilfsstoffe. Diese sogenannten Hilfsstoffe kann der Organismus selbst nicht produzieren, sondern sie müssen mit der Nahrung als Mikronährstoffe aufgenommen werden. Die Natur liefert somit über die Nahrung Makronährstoffe, die als Brennstoff dienen, und Mikronährstoffe, essentielle Hilfsstoffe, die den Organismus unterstützen nur Nahrungsfette, nicht aber seine eigenen zu verbrennen. Auf diese Weise kann sich der Körper vor oxidativem Stress schützen. Man kann sich vorstellen, dass eine Dysbalance im Angebot an Makro- und Mikronährstoffen den Körper schädigen kann. Wenn die Brennstoffe erhöht werden und die Hilfsstoffe gesenkt, dann nehmen die „Selbstverbrennungsschäden“ im Körper zu. Mikronährstoffe können unter anderem  auch als Antioxidantien bezeichnet werden, sie schützen den Organismus vor aggressiven oxidierenden Stoffen, auch „freie Radikale“ genannt.

Mikronährstoffe:

sind lebenswichtige Stoffe in der Nahrung, diätetischen Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln. Jeder Mensch braucht einen unterschiedlichen Bedarf an Mikronährstoffen. Zu ihnen zählen Vitamine, Aminosäuren, Spurenelemente, Mineralstoffe, Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe. Um den Körper leistungs- und widerstandsfähig zu erhalten und Heilungsprozesse zu fördern, braucht er mindestens die täglich notwendige Menge solcher Vitalstoffe.

Mineralstoffe:

sind anorganische lebenswichtige Nährstoffe, die dem Organismus über die Nahrung zugeführt werden müssen (z.B. Zink, Selen). Es werden Mengenelemente (in großen Konzentrationen im Organismus vorkommend) von Spurenelementen (in kleinen Konzentrationen vorkommend) unterschieden.

Motilität:

Bewegungsfähigkeit

Normozoospermie:

normale Qualität der Spermien. Die Zahl der Spermien ist über 20 Millionen pro Milliliter Ejakulat, 30% sind normal geformt und 50% gut beweglich.

Oligozoospermie:

Die Zahl der Spermien ist deutlich verringert (< 10 Mill/ml Ejakulat)

Sertoli-Cell-Only-Syndrom:

eine Germinalaplasie (Sonderform der testikulären Infertilität). Fehlen der Spermatozoen

Spermatogenese:

Samenzellreifung. Die Entwicklung von der Spermatogonie zur Samenzelle dauert mindestens 64 Tage. Sie ist hormonell gesteuert und reagiert sehr sensibel auf endogene und exogene Einflüsse. Pro Sekunde werden ungefähr 1000 Spermien produziert, dass sind ungefähr drei bis vier Millionen pro Stunde. Eine ausgewogene Ernährung, Nikotin- und Alkoholverzicht, sportliche Aktivität und regelmäßige Entspannung wirken sich positiv auf die Samenzellbildung aus.

Spermiogramm:

Es gibt Auskunft über die Samenqualität und somit Aufschluss über die Fertilität des Mannes. Da die Samenqualität in den Ejakulaten variieren kann, sollten zur Diagnose “Zeugungsunfähigkeit“ immer zwei Spermiogramme erhoben werden. Folgende Parameter werden beurteilt: Spermiendichte, -motilität, -morphologie.

Spermien:

sind reife Keimzellen (Samenzellen).

Teratozoospermie:

> 40% dysmorphe, pathologisch geformte Spermien

Varikozele:

Krampfadern im Hoden

Vitamine:

sind essentielle organische Nahrungsbestandteile. Bei fehlender Zufuhr kommt es zu Mangelerscheinungen (z.B. Vitamin E, Folsäure). Sie sind besonders wichtig für das Immunsystem und das Nervensystem und schützen als Antioxidantien den Körper vor freien Radikalen.